Geschichte

Eine alte Bibliotheksordnung

Die Hochschulbibliothek Mittweida 
gehört zu den ältesten Bibliotheken sächsischer technischer Bildungsstätten.

Schon 1868 wird die Bibliothek im Programm des "Technikums Mittweida" erwähnt.

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Mitteilung an die Leser von 1881

Der  Buchbestand des Technikums wurde zunächst in den Räumen des Direktoriums aufbewahrt, doch recht bald übertrug man seine Verwaltung einem fest angestellten Bibliothekar und richtete ein sogenanntes Bibliothekszimmer ein.

Neben Büchern gehörten wissenschaftliche Zeitschriften aus den Fachgebieten Technik, Mathematik und Naturwissenschaften sowie viele Tages- und Wochenzeitungen zum Angebot.

Die Bibliothek stand nur den Angehörigen des Technikums zur Verfügung. Sie konnten die Bücher und Zeitschriften lesen sowie handschriftliche Kopien daraus anfertigen.

Die Ausleihe war nur für Lehrkräfte möglich.

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Ab 1877 existierte ein Lesezimmer für Studenten, das mehrmals wöchentlich für einige Stunden geöffnet wurde. Hier lagen Zeitschriften und auch allgemeine Nachschlagewerke aus.

Zugang erhielt man gegen Vorlage einer Karte, auf der die Zahlung einer semesterweise fälligen Benutzungsgebühr für das Lesezimmer bestätigt wurde.

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Als zentraler Anlaufpunkt nahm die Bibliothek auch allgemeine Verwaltungsaufgaben wahr.

Abgangsbescheinigung von 1887, die die Rückgabe der aus dem Lesezimmer entliehenen Literatur bestätigt

Sie führte die Zensurbücher und stellte Zeugnisse aus.

Alle für die Zulassung zu den Prüfungen erforderlichen Unterlagen mussten in der Bibliothek abgegeben werden. Seit 1874 wurden die Versäumniszettel der Studenten, auf denen jede Fehlzeit eingetragen und begründet wurde, in Mappen gesammelt.

Der Bibliotheksdirektor war für den Stundenplan, die Personalakten, die Führung der Statistik und die Hausinspektion verantwortlich.

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Zum Bestand der Bibliothek gehörte bis in die 1930-er Jahre auch eine Sammlung von Modellen aus der Technik. Zeichenvorlagen für die Studenten befanden sich im sogenannten Vorlagezimmer, später in mehreren Gebäuden. So gab es einen Modellsaal für Kraftwagen und Motorenbau, eine Sammlung für Physik und Chemie, den Modellsaal für Elektrotechnik und eine Flugzeugtechniksammlung.

1919 zog die Bibliothek in die Weitzelstraße 1a.

Personal- und Finanzfragen führten zur teilweisen Schließung der Bibliothek. Mit dem Verkauf des bis dahin privat geleiteten Technikums an eine Stiftung Ingenieurschule im Jahr 1938 ging auch die Bibliothek in das Stiftungseigentum über.

Das Technikum wurde eine staatliche Schule. Die Bibliothek zog in das Hauptgebäude der Schule um.

Nach der Wiedereröffnung des Technikums und der Bibliothek im November 1947 wurde ein öffentlicher Zugang zur Bibliothek möglich. Man richtete einen Lesesaal ein und baute eine Lehrbuchsammlung auf.

Das Bestellen von Literatur über Fernleihe wurde ermöglicht.

Blick in den ehemaligen Lesesaal im Hauptgebäude der Hochschule

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1983 erfolgte der Umzug in den Gebäudekomplex Bibliothek/ Mensa auf der Weststraße 11. Eine Sammlung von Bildern, Schallplatten und Kinderbüchern ergänzte das Literaturangebot.

Dissertationen, Diplomarbeiten und Hochschulschriften erhielten ihren Platz in der Bibliothek

1989 wurde die automatisierte Ausleihverbuchung eingeführt.

Die gesamte Bibliotheksarbeit wurde auf Computertechnik umgestellt, der Katalog als "OPAC" auf Rechnern verfügbar gemacht. Durch den Aufbau einer Umweltbibliothek (ab 1993) entstand ein umfangreicher Literaturbestand, der auch von den Schulen der Umgebung genutzt werden konnte. Die Bereitstellung von PC-Arbeitsplätzen für alle Leser verbesserte die Möglichkeiten zur Literaturrecherche.

1999 erfolgte ein Umbau des Gebäudekomplexes Bibliothek/ Mensa.  Die Bibliothek wurde räumlich erweitert und es wurden zahlreiche Nutzerarbeitsplätze eingerichtet.

 

 

 

 

 

 

Neue Regale und zusätzliche Arbeitsplätze für Leser schaffen günstige Studienbedingungen.

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